Die diesjährigen Filmfestspiele in Venedig zeigen einmal mehr, wie global und zusammengewachsen die heutige Filmkunst ist. In diesem Jahr gewann den Goldenen Löwen der Südkoreaner Kim Ki-duk mit seinem Film „Pieta“.
Wer denkt, dass der südkoreanische Filmemacher Kim Ki-duk ein Neuling sei, der irrt. Bereits 2004 gewann der smarte Künstler einen Silbernen Löwen für seinen Film „Bin-jip“. So kann es eigentlich eingefleischte Filmfans auch nicht sonderlich überraschen, wenn auch dieses Mal Ki-duk zu den Abräumern des Filmfestivals gehörte: Dieses Mal mit einem Drama über einen Geldeintreiber, der es mit seinem Gewissen zu tun bekommt.
Doch auch Paul Thomas Anderson ging mit seinem Film „The Masters“ nicht leer aus. Einerseits bekam der Film den Preis für die beste Regie, andererseits bekamen die Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Philip Seymour einen Ehrenpreis als beste Schauspieler. Das macht dann zwar ein Goldener Löwe für beide, aber Teilen ist ja bekanntlich eine gute Eigenschaft.
Zudem konnte sich auch der Österreicher Ulrich Seidl für seinen Film „Paradis: Glaube“ freuen. Er bekam einen Spezialpreis von der Jury zugesprochen. Die beste Schauspielerin wurde Hadas Yaron für ihre Leistung in dem israelischen Film „Fill the Void“. Zwar sollte das diesjährige Filmfestival eigentlich zu vermehrt weiblicher Filmkunst aufrufen, doch davon war dann doch keine Spur mehr.
Foto: gualtiero boffi
